DF2DD
German-Amateur-Radio-Station

 Amateurfunk ? Was ist das denn ?

 

"Funkamateur ist, wer sich nur aus persönlicher Neigung und nicht in Verfolgung politischer oder wirtschaftlicher Interessen mit der Funktechnik befasst"
Amateurfunkgesetz (AfuG)

 

Sicherlich sind Sie auch schon 'mal durch die Gegend gefahren und haben vielleicht auf dem Dach eines Privathauses eine riesengroße Antenne gesehen, die schon fast an eine kommerzielle Radiostation erinnert ...

 

Falls dem so ist, handelte es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die Antennenanlage eines Funkamateurs ...

 

Um funken zu können, braucht man jedoch eine Amateurfunkgenehmigung. Diese wird nur solchen Personen erteilt, die die im Gesetz über den Amateurfunk vom 14.03.1949 festgelegten Anforderungen erfüllen. Dazu gehört die Ablegung einer Prüfung bei der Regulierungsbehörde für Post- und Telekommunikation mit dem Nachweis von Kenntnissen über Funktechnik, Funkbetrieb, Sicherheitsvorschriften und gesetzlichen Bestimmungen.

 

Nach Bestehen der Prüfung bekommt man dann ein Rufzeichen zugeteilt (mein Rufzeichen ist DF2DD - im internationalen Buchstabieralphabet heisst das dann: Delta-Foxtrott-Zwei-Delta-Delta).

 

Funkamateure beteiligen sich vielfach aus eigenem Interesse an wissenschaftlichen Untersuchungen über die Ausbreitungsbedingungen von Funkwellen, an Versuchen mit der neuen Technik des Satellitenfunks und anderem mehr.

 

Wiederholt bekannt geworden ist ihre rasche (und von behördlichen Hemmnissen unbehinderte) Hilfe bei der Vermittlung spezieller Medikamente bei schwerwiegenden Erkrankungen in abgelegenen oder schlecht versorgten Gebieten der Erde. In Notfällen, bei Ausfall oder Überlastung der gewohnlichen Nachrichtenverbindungen (z.B. bei der Hamburger Flutkatastrophe in Schleswig-Holstein, den Erdbeben in Italien, Armenien, Mexico, Japan, in der Türkei etc.) haben deutsche Funkamateure improvisierte Funkverbindungen eingerichtet und somit der Allgemeinheit gedient.

 

Der Amateurfunk ist international geregelt und in der VO-Funk (Vollzugsordnung-Funk) und im Gesetz über den Amateurfunkeindeutig definiert. Er ist ein Funkdienst, der anerkannt neben anderen Funkdiensten steht. Ebenso wie z.B. der Seefunk- oderder Flugfunkdienst unterliegt er besonderen Bedingungen und erfährt gleichermaßen den Schutz des ihm zugeteilten Frequenzraumes.

 

Der Amateurfunk ist ein wirklich völkerverbindender Funkdienst; er kennt keine Ländergrenzen und überwindet alle Hemmnisse, die sich aus Unterschieden der Rasse, des Standes und der politischen Weltanschauung ergeben könnten ... eben weil diese Dinge keine Diskussionsthemen für Funkamateure sind.

 

Mehr als Millionen Funkamateure der ganzen Welt haben sich zur Verteidigung ihrer Interessen zusammengeschlossen. Im Jahre 1925 gründeten Vertreter aus neun Ländern die "International Amateur Radio Union" (IARU), die nach ihren heutigen Statuten Dachverband von 140 nationalen Vereinigungen der Funkamateure ist.

 

Der IARU gehört auch der Deutsche Amateur-Radio-Club e.V. (DARC) als Interessenverband der Funkamateure in Deutschland an.

 

Dem Amateurfunk sind international diverse Frequenzbereiche zugewiesen, innerhalb derer die Sende- und Empfangsfrequenzen frei gewählt werden dürfen. Es sind dies auf Kurzwelle neun Bänder zwischen 1,8 und 30 MHz. Darüber hinaus dürfen lizenzierte Funkamateure auch noch auf dem 2m-Band, dem 70cm-Band und allen höherfrequenten Bändern ihre Sendungen mit zum Teil selbstgebauten Sende- und Empfangsgeräten durchführen. Die Sendeleistung der verwendeten Geräte ist durch nationale Bestimmungen festgelegt und darf je nach Lizenzklasse bis zu 750 Watt betragen.

 

Das Hauptziel der Funkamateure ist das Erlangen besonderer Kenntnisse und Fähigkeiten, nicht zuletzt auch bei der Entwicklung, Konstruktion und Erprobung von entsprechenden Geräten. Sie dürfen mit Eigenbaugeräten arbeiten ... im Gegensatz zu CB-Funkern, die nur typengeprüfte mit einer BAPT-Zulassung verwenden dürfen.

 

Wesentliche Voraussetzung für den Amateurfunk ist, daß dieser nur aus persönlicher Neigung und ohne Verfolgung wirtschaftlicher oder politischer Interessen ausgeübt wird. Eine kommerzielle Nutzung ist deshalb, im Gegensatz zum CB-Funk, in jedem Fall ausgeschlossen.

 

Auch des modernsten Mittels der weltweiten Nachrichtenübermittlung haben sich die Funkamateure angenommen. Der Bau von Amateurfunk-Satelliten, genannt OSCAR (Orbital Satellite Carrying Amateur Radio), erfolgt in internationaler Gemeinschaftsarbeit. Die Funkamateure dürfen übrigens für sich in Anspruch nehmen, den ersten aktiven Satelliten inBetrieb genommen zu haben. Er wurde im März 1965, einen Monat vor dem ersten kommerziellen Fernmeldesatelliten, in seine Umlaufbahn gebracht.